Das Anwesen gehört seit 1933 der Familie Mottura und erstreckt sich über 130 Hektar in einem Gebiet, das reich an natürlichen Ressourcen ist und im Westen von den Hügeln und lehmigen Ödländern von Civitella d'Agliano und im Osten von der, vom Tiber umspülten, umbrischen Ebene begrenzt wird. Die Berufung zur Herstellung von Wein in diesen Hügeln war seit 1292 bekannt, als sie im Grundbuch der Stadt Orvieto, als prädestiniertes Gebiet für die Produktion des gleichnamigen Weins definiert wurden. Die Region, die von städtischen und industriellen Siedlungen unberührt geblieben ist, bietet trotz der Nähe zu Großstädten wie Rom und Florenz, immer noch weite Flächen von naturbelassener Schönheit, wilde Landschaften mit Wäldern, Seen und Bächen in einer intakten Natur. In den frühen 1960er Jahren begann die Modernisierung des Unternehmens, von der optimalen Nutzung des Landes in dem die Rebe seit Jahrhunderten ihren Lebensraum hat, über eine gut durchdachte Bewirtschaftung bis hin zur manuellen, selektiven Ernte. Zu dieser Zeit waren die Weinberge, die viele Generationen alt waren, noch nach dem von den Etruskern geerbten System angelegt, wobei die Reben mit hohen Bäumen "verheiratet" waren, die sie stützten. Nach Anleitung wurden diese alten Systeme durch spezialisierte Weinberge unter Verwendung moderner Strukturen und Kriterien ersetzt, um die derzeit 36 Hektar Weinberge weiter zu entwickeln. Bei der Auswahl der Trauben bevorzugte man die einheimischen Sorten, die stets in der Region vorhanden waren. Die Familie Mottura wählte die Klone mit den am besten geeigneten Eigenschaften aus. Nicht zuletzt der lange praktizierte Anbau in derselben Umgebung und demselben Klima, hat dann zu einer natürlichen Auswahl der Rebsorten geführt, die sich am besten gegen lokale Krankheitserreger schützen und ökologischen Landbau ermöglichen.